Halbjahresabschluss 2008: Erfolgreichstes Halbjahr in der jüngsten Unternehmensgeschichte
Die ersten sechs Monate des Jahres 2008 stellen aus finanzieller Sicht das erfolgreichste Halbjahr in der jüngsten Unternehmensgeschichte dar. Über rein organisches Wachstum ist es der IVF HARTMANN GRUPPE (IVF HARTMANN Holding AG, IVF HARTMANN AG, Kistler AG, Vlesia AG, IVF Technology AG, IVF Novatech AG) gelungen, das Betriebsergebnis (EBIT) im Vergleich zum 30. Juni 2007 um 98.4% auf CHF 5.5 Mio. zu steigern. Das Konzernergebnis verbesserte sich dabei gegenüber dem Vorjahresstichtag um 162.4% auf CHF 4.9 Mio. Dieser Erfolg basiert auf einem soliden Fundament, wurden doch Umsatzzuwächse in sämtlichen Kundengruppen bei gleichzeitig schlanker Kostenstruktur realisiert. Für das zweite Halbjahr wird mit einer Fortsetzung dieses Trends gerechnet, wenn auch in abgeschwächtem Ausmass.
Tendenzen am Markt
Weiterhin steigende Bedeutung des «Homecare»-Marktes und anhaltende Professionalisierung bei den Spitälern sowie Alters- und Pflegeheimen
Aufgrund ihres breiten Leistungsangebots, welches vom «Erste Hilfe»-Sortiment für die Apotheke bis hin zum Verbrauchsmaterial für das Spital reicht, spricht die IVF HARTMANN GRUPPE Kunden in den verschiedensten Märkten an. Hieraus entsteht eine Vielzahl von Chancen, welche es der IVF HARTMANN GRUPPE ermöglichen, sich von ihren Mitbewerbern erfolgreich und nachhaltig abzugrenzen. Der steigende Kostendruck im Spitalbereich führt dazu, dass sich immer mehr Spitäler in Gruppen zusammenschliessen mit dem Ziel, Synergien im Bereich der Leistungen und des Einkaufs zu nutzen. Damit die Einkaufsmacht gegenüber den Lieferanten auch ausgeschöpft werden kann, muss innerhalb dieser Spitalgruppen eine Sortimentsharmonisierung stattfinden. Dies ist nicht immer einfach umzusetzen und braucht die Hilfe eines kompetenten Partners, wie zum Beispiel die IVF HARTMANN GRUPPE. Zahlreiche Alters- und Pflegeheime verstärken ihre Bemühungen, mittels Prozessoptimierungen die Kosten weiter zu senken. Dadurch vergrössert sich die Nachfrage nach Logistikdienstleistungen (zum Beispiel Stationsbelieferung), welche unter anderem den Alters- und Pflegeheimen bei ihren Bemühungen zur Effizienzsteigerung behilflich sind. Die Betreuung pflegebedürftiger Patienten in ihrem privaten Umfeld wird weiterhin an Bedeutung zunehmen und ist somit für die IVF HARTMANN GRUPPE ein wichtiges Kundensegment. Auf den internationalen Märkten herrscht weiterhin ein grosser Preisdruck. Auch der Trend zur Konsolidierung der Märkte setzt sich fort.
Marktperformance
Durchwegs positive Entwicklung der IVF HARTMANN GRUPPE im ersten Halbjahr 2008
Die IVF HARTMANN GRUPPE schloss das erste Halbjahr 2008 mit Umsatzerlösen in Höhe von CHF 53.7 Mio. ab, was eine Steigerung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 6.4% bedeutet. In allen Vertriebskanälen konnte im ersten Halbjahr 2008 ein erfreuliches Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Sowohl in den Institutionen (Spitäler, Alters- und Pflegeheime) wie auch bei den Apotheken und Drogerien sowie im Lebensmitteleinzelhandel wurde ein deutliches Umsatzplus erwirtschaftet. Auch das internationale Geschäft zeigt aufgrund der fokussierten Bearbeitung der Schlüsselkunden trotz anhaltend starkem Preisdruck eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr.
Steigerung des Betriebsergebnisses und des Konzerngewinns
Neben der guten Umsatzentwicklung zeigen auch die in den Vorjahren durchgeführten Restrukturierungen einen positiven Effekt auf das Nettoergebnis. Beide Aspekte führen dazu, dass die IVF HARTMANN GRUPPE per 30. Juni 2008 sowohl ihr Betriebsergebnis (Earnings before Interest and Taxes (EBIT)) wie auch ihren Konzerngewinn eindrucksvoll gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum steigern konnte. Zum Erfolg beigetragen hat zudem die Förderung von margenstarken Produkten und Dienstleistungen. Die permanente Überprüfung interner Prozesse und deren Optimierung führen zu einer dauerhaft schlanken Kostenstruktur.
Kennzahlen IVF HARTMANN GRUPPE per 30. Juni 2008
Die Umsatzerlöse per 30. Juni 2008 sind um 6.4 % von TCHF 50'446 per 30. Juni 2007 auf TCHF 53‘671 gestiegen. Gleichzeitig erhöhte sich das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von TCHF 5'558 auf TCHF 7'265. Dies entspricht einer Steigerung von 30.0 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis (EBIT) entwickelte sich ebenfalls positiv und lag per 30. Juni 2008 bei TCHF 5'543, was eine Steigerung von 98.4 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Konzerngewinn schliesslich beträgt per 30. Juni 2008 TCHF 4'852, eine Steigerung von 162.4 % gegenüber dem Vorjahresstichtag.
Weiterer Schuldenabbau und Steigerung der Bilanzsumme
Aufgrund des anhaltend positiven Cashflows ist es im ersten Halbjahr 2008 gelungen, die Finanzverbindlichkeiten weiter zu reduzieren. Per 30. Juni 2008 sind keine Bankschulden ausstehend, was in der Ergebnisrechnung zu einer Senkung des Zinsaufwandes im Finanzergebnis führt. Zugleich konnte dem Mutterkonzern HARTMANN GRUPPE wie schon im Vorjahr ein unterjähriger Kredit in der Höhe von CHF 15.4 Mio. (im Vorjahr CHF 7.9 Mio.) gewährt werden. Aus der höheren Kreditsumme ergibt sich ergebnisseitig ein Anstieg der Zinserträge gegenüber dem Vorjahr, welche ebenfalls in das Finanzergebnis einfliessen.
Im ersten Halbjahr 2008 wurde rund ein Viertel der kurzfristigen Rückstellungen für Produktgarantieleistungen verwendet. Die verbleibende Rückstellung wurde ergebniswirksam aufgelöst, da keine vertraglichen Verpflichtungen zu Garantieleistungen mehr bestehen.
Der Rückgang der passiven latenten Ertragssteuern vom 30. Juni 2007 auf den 30. Juni 2008 geht auf die Anpassung des Gewinnsteuersatzes des Kantons Schaffhausen Ende 2007 zurück.
Insgesamt erhöht sich die Bilanzsumme dank des guten Geschäftsganges gegenüber dem Vorjahr um 7.1 % auf TCHF 66’916. In Folge dieser Entwicklung verfügt die IVF HARTMANN GRUPPE per 30. Juni 2008 über einen Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme von 71.3%. Am vergleichbaren Vorjahresstichtag betrug die Quote 65.4%.
Konstante Personalzahlen über das erste Halbjahr 2008
Der Personalbestand (Kopfzahlen) sank im Zeitraum vom 1. Juli 2007 bis zum 30. Juni 2008 um 20 Personen von 365 auf 345 Personen. Hintergrund dieses Rückgangs, welcher sich vornehmlich im zweiten Halbjahr 2007 vollzog, ist die Umwandlung der IVF Technology AG in eine reine Servicegesellschaft. Für das erste Halbjahr 2008 sind hinsichtlich der Personalfluktuation keine unüblichen Veränderungen festzuhalten.
Positive Zeichen für das zweite Halbjahr 2008
Auch für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2008 wird mit einem Fortgang der positiven Entwicklung des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT) gerechnet, wenn gleich nicht im selben Masse wie im ersten Halbjahr. Die Beziehungen zu unseren unterschiedlichen Kundengruppen sind kooperativ und partnerschaftlich. Sie sind die Basis unseres Unternehmenserfolges. Unsere Tätigkeiten sind darauf ausgerichtet, unsere Kunden in ihrem eigenen Kundenauftrag zu unterstützen und sie von den Tätigkeiten zu befreien, welche ihnen die Konzentration auf ihre eigenen Kernkompetenzen erschweren. So wird auch im zweiten Halbjahr der Fokus zum Beispiel darauf liegen, Spitäler in der Optimierung ihrer Sortimentsstruktur oder Alters- und Pflegeheime mit Logistiklösungen zu unterstützen. Des Weiteren steht auch das Thema «Homecare» im Vordergrund. Die verstärkte Versorgung des Patienten zu Hause kommt dem steigenden Bedürfnis älterer Leute, länger in ihrer gewohnten Umgebung und in ihren eigenen vier Wänden zu bleiben, nach. Auf dieser Grundlage wird davon ausgegangen, dass sich das Umsatzwachstum in den nächsten Monaten bei den wichtigsten Kundengruppen fortsetzt, wenn auch nicht mehr so stark wie in den ersten beiden Quartalen. Mit einigen Grosskunden wurden bereits im ersten Halbjahr 2008 Aufträge über Lieferungen in der zweiten Jahreshälfte getroffen. Dennoch werden einige Umsätze aus Kundenaktionen des ersten Halbjahres voraussichtlich nicht erneut realisiert werden können. Allgemein wird per Jahresende mit einem Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Dank dieser Entwicklung und der optimierten Kostenstruktur wird insgesamt gegenüber dem Vorjahresstichtag von einer Verbesserung des Betriebsergebnisses und des Konzerngewinns ausgegangen.
Termine 2009
Publikation des Jahresabschlusses 2008, Versand der Einladungen für die Generalversammlung an die Aktionäre
27. März 2009
Bilanzmedienkonferenz zum Geschäftsjahr 2008 27. März 2009
Generalversammlung der IVF HARTMANN Holding AG in der Rhyfallhalle, Neuhausen/Rheinfall 21. April 2009
Grundsätze der Konzernrechnungslegung
Der ungeprüfte Zwischenbericht steht im Einklang mit Swiss GAAP FER 12. Die angewandten Rechnungslegungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den im Geschäftsbericht 2007 aufgeführten Grundsätzen der Konzernrechnungslegung.
Änderung im Konsolidierungskreis
Zum 1. April 2007 wurde die Vlesia GmbH, Heidenheim / Deutschland, an die HARTMANN Beteiligungen GmbH, Deutschland veräussert. Ab diesem Zeitpunkt wird diese Gesellschaft nicht mehr dem Konsolidierungskreis zugerechnet.
Disclaimer
Aussagen im vorliegenden Bericht, welche in die Zukunft gerichtet sind und nicht auf historischen Tatsachen basieren, gewähren keinerlei Garantie hinsichtlich künftiger Leistungen. Es handelt sich um Einschätzungen der Zukunft seitens des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung. Sie enthalten Risiken und Unsicherheiten unter anderem im Hinblick auf die globale und inländische Wirtschaftsentwicklung, Entwicklung von Devisenkursen, gesetzlichen Vorschriften, Marktentwicklungen, Mitbewerberaktionen, etc. Diese sämtlichen Faktoren liegen ausserhalb des Einflusshorizonts der IVF HARTMANN GRUPPE.
