IVF HARTMANN AG

02.09.2010

Halbjahresabschluss 2010: IVF HARTMANN GRUPPE steigert Umsatzerlöse und Konzerngewinn

Ungeachtet der fragilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gelang es der IVF HARTMANN GRUPPE in den ersten sechs Monaten 2010 ein weiteres Mal, ein solides finanzielles Wachstum zu realisieren. Zu diesem positiven Ergebnis hat die Akquisition der BODE AG im vierten Quartal 2009 beigetragen. Während die Umsatzerlöse um 6.1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum stiegen, verbesserte sich das Betriebsergebnis (EBIT) im Vergleich zum 30. Juni 2009 um 14.6% auf CHF 7.4 Mio. Das Konzernergebnis belaeuft sich auf CHF 6.0 Mio., ein Plus von 11.5% gegenüber dem Vorjahr.  

Kontinuierliches Wachstum im Kerngeschäft
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 setzte die IVF HARTMANN GRUPPE ihr dynamisches Wachstum mit Umsatzerlösen in Höhe von CHF 58.6 Mio. fort, was einer Steigerung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 6.1% entspricht. Der Bereich der Institutionen (Spitäler, Alters- und Pflegeheime, Spitex) ist mit einem professionellen Sortiment an OP-, Wundversorgungs- und Inkontinenzprodukten weiterhin auf Expansionskurs. Zusätzliche Wachstumsimpulse waren im Bereich Inkontinenz im Homecare-Markt mit den Zielgruppen Apotheken und Drogerien, niedergelassene Aerzte und Endverbraucher zu verzeichnen. In den Kerngeschäftsfeldern Wund-, Inkontinenz-, OP- und Desinfektions-management sowie Erste Hilfe realisierte die IVF HARTMANN GRUPPE einen zweistelligen Umsatzanstieg. Im Bereich Inkontinenz trugen dazu besonders der Relaunch von MoliCare® Mobile und die Markteinführung von MoliPants® Soft bei. Im Bereich OP-Produkte wurde eine Offensive zum Ausbau der Marktstellung der Nitril Handschuhe durchgeführt. Die Innovation Hydrotac® (Schaumstoffauflage mit Hydrogel-Beschichtung) und der Ausbau des MediSet® Mehrkomponenten-Sortiments bildeten im ersten Halbjahr die Schwerpunkte im Geschäftsfeld Wundmanagement. Im Bereich Erste Hilfe war das erste Halbjahr von drei gross angelegten Kampagnen zu den Themen moderne Pflaster, Kinderverletzungen und Kältetherapie geprägt. Darüber hinaus war DermaPlast® in diesem Jahr drei Tage an der Tour de Suisse präsent - ein Highlight in der Welt des Sports. Das anhaltende Wachstum bei den medizinischen Wärmepflastern konnte auch im ersten Halbjahr 2010 weiter fortgesetzt werden. Neben dem Ausbau des Geschäfts mit der Marke Isola® in den Schweizer Apotheken und Drogerien wurde eine Private Label-Version auf den Markt gebracht.

Steigerung des operativen Ergebnisses und des Konzerngewinns
Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung war es der IVF HARTMANN GRUPPE auch ergebnisseitig möglich, das erste Halbjahr 2010 mit einem Plus gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum abzuschliessen. So wuchs das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in den ersten sechs Monaten des laufenden Berichtsjahres um 14.6% gegenüber 2009 auf CHF 7.4 Mio. Entsprechend konnte auch der Konzerngewinn um 11.5% gegen-über dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Dieser liegt per 30. Juni 2010 bei CHF 6.0 Mio. Zum positiven Halbjahresabschluss beigetragen haben neben der erwähnten Steigerung der Umsatzerlöse auch das effektive Management auf der Aufwandsseite, insbesondere im Bereich der Materialkosten, sowie die Akquisition der BODE AG, Münchenstein (BL), welche seit dem 1. Oktober 2009 dem Konsolidierungskreis der Unternehmens-gruppe angehört.

Erhöhung der Bilanzsumme
Eine Folge des erfreulichen Geschäftsganges ist die sehr gute Cash-Entwicklung der Unternehmensgruppe. Aufgrund eines sehr hohen Umsatzes im Monat Juni erhöhten sich die Debitorenausstände zum 30. Juni 2010 im Vergleich zum Vorjahresstichtag. Die Abnahme der Investitionen in das Sachanlagevermögen ist durch zeitliche Verschiebung einiger wesentlicher Investitionsvorhaben bedingt. Insgesamt erhöht sich die Bilanzsumme der IVF HARTMANN GRUPPE aufgrund des guten Geschäftsganges gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von CHF 74.2 Mio. auf CHF 75.8 Mio. Auch nach der Akquisition der BODE AG beträgt die Eigenkapitalquote hohe 67,6%.

Zunahme des Personalbestands
Aufgrund der Uebernahme der BODE AG steigt die Mitarbeiterzahl zum 30. Juni 2010 um 15 Personen gegenüber dem Vorjahresstichtag.

Veränderungen im Schweizer Gesundheitswesen
Im Schweizer Gesundheitswesen herrscht weiterhin ein grosser Kostendruck. Ausgelöst durch die anstehenden Veränderungen in der ambulanten und stationären Langzeitversorgung (Neuordnung der Pflegefinanzierung) sowie in der stationären Akutversorgung (SwissDRG) sind in den nächsten Jahren massive Veränderungen im Markt und eine deutliche Zunahme an Wettbewerb zu erwarten. Die steigende Nachfrage nach gesundheitlichen Dienstleistungen sowie der rasante medizinische und technische Fortschritt sind zugleich Auslöser und Treiber dieser Entwicklung. Die Einführung der Fallpauschalen in der stationären Akutversorgung (SwissDRG) wird mit grosser Wahrscheinlichkeit die Leistungsverlagerung von stationären zu ambulanten Behandlungen beschleu-nigen. Um zu verhindern, dass die Einführung der Fallpauschalen zu einer Kostenexplosion im Bereich der niedergelassenen Aerzte führt, werden verstärkt Managed Care Modelle (Aerztenetzwerke) diskutiert, bei denen dem Allgemeinpraktiker eine den Spezialisten vorgelagerte Triage-Funktion zukommt. "Der Mensch wird, je länger je stärker, von der Gesundheit bestimmt", lautet die Vision der IVF HARTMANN GRUPPE. Ueber die Medien, wie zum Beispiel das Internet, können sich Patienten immer besser und detaillierter informieren und werden dadurch mittelfristig grösseren Einfluss auf die Therapiewahl nehmen. Mit dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung nimmt auch die Bereitschaft zu, die Kosten für individuelle Gesundheitsleistungen privat stärker zu tragen. Die Bedeutung des medizinischen und pflegerischen Fachpersonals als wichtige Berater in Gesundheitsangelegenheiten bleibt jedoch trotz steigendem Mitbestimmungsbedürfnis der Patienten langfristig bestehen.

Aussichten für das zweite Halbjahr 2010
Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir aufgrund der konsequenten Umsetzung unserer Strategie sowie unseren kooperativen und partnerschaftlichen Beziehungen zu den unterschiedlichen Kundengruppen ein weiteres Umsatzwachstum in den Kerngeschäftsfeldern. Das zweite Halbjahr 2010 wird von diversen Neueinführungen innovativer Produkte im Bereich OP-Produkte und Wundmanagement geprägt sein. Mit der Marke Peha®-instrument erweitert die IVF HARTMANN AG ihr Sortiment auf dem Gebiet des OP-Managements um hochwertige chirurgische Einweginstrumente aus Edelstahl. Die ökologische Bilanz des Sortiments ist ausgewogen, denn das Metall wird nach der klinischen Entsorgung für die Herstellung metallischer Produkte wiederverwendet. Im Bereich der medizinischen Wärmepflaster erwarten wir ebenfalls ein anhaltendes Wachstum. Neben dem Ausbau des Geschäfts mit der Marke Isola® in den Schweizer Apotheken und Drogerien wurde eine Private Label-Version auf den Markt gebracht. Gleichzeitig konnte die Arzneimittelregistration in Spanien unter dem Markennamen SorVirginia® abgeschlossen werden. Die Markteinführung wird im zweiten Halbjahr 2010 erfolgen. Trotz der aktuell dynamischen Situation im schweizerischen Gesundheitswesen rechnet die IVF HARTMANN GRUPPE mit der Beibehaltung einer überproportionalen operativen Gewinnentwicklung auch in der zweiten Jahreshälfte 2010. Besonders bei den Institutionen sowie im Homecare-Markt erwarten wir eine Fortsetzung der bisherigen positiven Umsatzentwicklung. Hingegen gehen wir davon aus, dass sich die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel und im Exportbereich tendenziell rückläufig entwickeln werden.

Termine 2011
28. Februar 2011
Medieninformation Jahresabschluss 2010
25. März 2011 Publikation des Jahresabschlusses 2010, Versand der Einladungen für die Generalversammlung an die Aktionäre
25. März 2011 Bilanzmedienkonferenz zum Geschäftsjahr 2010
19. April 2011 Generalversammlung 2011
Anfang September 2011 Veröffentlichung Halbjahresabschluss 2011

Disclaimer
Aussagen im vorliegenden Bericht, welche in die Zukunft gerichtet sind und nicht auf historischen Tatsachen basieren, gewähren keinerlei Garantie hinsichtlich künftiger Leistungen. Es handelt sich um Einschätzungen der Zukunft seitens des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung. Sie enthalten Risiken und Unsicherheiten unter anderem in Hinblick auf die globale und inländische Wirtschaftsentwicklung, Entwicklung von Devisenkursen, gesetzlichen Vorschriften, Marktentwicklungen, Mitbewerberaktionen etc. Diese Faktoren liegen ausserhalb des Einflusshorizonts der IVF HARTMANN GRUPPE.