Patientenversorgung mit MediSet®-Kits – sicherer, schneller, effizienter

Die Einhaltung von Hygienestandards stellt das Pflegepersonal sowohl in der stationären als auch in der ambulanten Pflege vor eine Reihe von besonderen Herausforderungen. Vorgefertigte Sets für standardisierte Pflegeprotokolle tragen dazu bei, die Sicherheit der Patienten zu erhöhen und dem Pflegepersonal wertvolle Zeit zu sparen.


Schätzungen zufolge erkranken in Europa jedes Jahr fast vier Millionen Patienten während eines Aufenthalts in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung an einer nosokomialen Infektion. 37.000 Fälle verlaufen dabei sogar tödlich. Im Gesundheitswesen bezeichnet man diese Infektionen als „Hospital-Acquired Infections“, kurz HAIs. Viele dieser Infektionen sind die Folge von unzureichend eingehaltenen Hygienevorschriften, vor allem bei der Standardversorgung. Das medizinische Fachpersonal führt diese Aufgaben zwar regelmässig aus, dennoch sind sie hochkomplex und dadurch fehleranfällig1.

Zahlreiche Herausforderungen

„Auch standardisierte Vorgehensweisen, wie etwa das Anlegen eines Harnkatheters, sind mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden“, bestätigt Nicolas Krieg. Bevor der 32-Jährige seine derzeitige Tätigkeit als ambulante Pflegekraft im ostfranzösischen Duttlenheim aufnahm, hatte er mehrere Jahre auf einer Intensivstation gearbeitet. „Es gibt komplizierte mehrstufige Protokolle, die strikt befolgt werden müssen, um Asepsis-Verstösse zu vermeiden.“

Die korrekte Durchführung der Standardversorgung – einschliesslich aller erforderlichen Vorsichtsmassnahmen, wie zum Beispiel des Einhaltens der Hygienevorschriften für Hände und Geräte – ist unter Intensivpflegebedingungen eine noch grössere Herausforderung, da die besonderen Umstände dort noch zusätzlichen Stress verursachen können. „Neben der ohnehin schon hohen Arbeitsbelastung pro Patient ist die Intensivpflege meist sehr komplex und oft lebenswichtig“, sagt Nicolas Krieg. „Lebensbedrohliche Notfälle oder sogar der Tod von Patienten treten hier regelmässig auf.“ 

Die tägliche Arbeit auf einer Intensivstation fordert dem medizinischen Fachpersonal darüber hinaus auch persönlich viel ab und führt nicht selten zu körperlicher, mentaler oder emotionaler Ermüdung, berichtet Nicolas Krieg: „Personalengpässe, insbesondere bei Pflegepersonal, sind ein weiterer regelmässiger Stressfaktor.“ 

Krankenpflege unterwegs

In seiner derzeitigen Tätigkeit als ambulanter Krankenpfleger behandelt Nicolas Krieg die Patienten in ihren eigenen vier Wänden. Das ist zwar ganz anders als die Arbeit auf einer Intensivstation, kann aber auch sehr stressig sein. Unterwegs zu arbeiten bedeutet, dass man sich im Laufe eines Tages an die unterschiedlichsten Umgebungen anpassen muss, von denen keine den Asepsis-Anforderungen eines Krankenhauses oder einer Pflegeeinrichtung entspricht.

Beispielsweise desinfiziert Nicolas Krieg zusätzlich zu seinen Händen, seiner Kleidung und seiner Ausrüstung regelmässig die unmittelbare Umgebung seiner Patienten. Damit stellt er sicher, dass während der Standardversorgung kein Infektionsrisiko vorliegt.

Wirksame Infektionsprävention

MediSet®-Kits ermöglichen es Krankenpflegern wie Nicolas Krieg, trotz ihres stressigen Arbeitsalltags für ein Höchstmass an Patientensicherheit zu sorgen. Die vorgefertigten Sets sind steril und enthalten die notwendigen Instrumente für eine Reihe verschiedener Pflegeverfahren in der jeweils richtigen Reihenfolge. Nicolas Krieg nutzt die Sets unter anderem für die Harnkatheterisierung, die periphere Venenkatheterisierung und die Fadenentfernung.

Für ihn sind die Sets ein Schlüsselinstrument im Kampf gegen Infektionen: „Sie helfen mir, die Standardvorgaben für bestimmte Pflegeprozesse einzuhalten, da ihre Zusammenstellung genau auf die entsprechenden Protokolle abgestimmt ist“, sagt er. „Wenn es die Sets nicht geben würde“, fügt Herr Krieg hinzu, „würden die meisten Verfahren zusätzliche manuelle Arbeit erfordern. Und die Wahrscheinlichkeit wäre wohl höher, dass ich wesentliche Protokollschritte auslasse. Dadurch würde sich wiederum das Infektionsrisiko erhöhen.“

Besseres Zeitmanagement

Unabhängig davon, ob Patienten im Krankenhaus oder zu Hause gepflegt werden müssen, ist der durchschnittliche Arbeitstag einer Pflegekraft sehr lang. Für Nicolas Krieg beginnen die 11,5-Stunden-Schichten zum Beispiel um 6 Uhr morgens. Täglich betreut er bis zu 65 Patienten. Sein Zeitplan ist in der Regel sehr eng und jede Minute zählt.

Die Arbeit mit vorgefertigten Sets ermöglicht es ihm jedoch, seinen Zeitplan effizienter und seinen Alltag somit weniger stressig zu gestalten. Da jedes Set für ein standardisiertes Pflegeprotokoll zusammengestellt wurde, wird der entsprechende Prozess gestrafft und ist weniger komplex. Dadurch spart er bei jedem Verfahren wertvolle Zeit, die er dann für andere wichtige Aspekte der Patientenversorgung nutzen kann. 

MediSet®-Kits erleichtern erfahrenen Pflegekräften wie Nicolas Krieg die tägliche Arbeit. Sie sind ein einfaches, aber wirkungsvolles Mittel, um einen Asepsis-Verstoss zu verhindern, und ermöglichen ausserdem eine Zeitersparnis bei der Standardversorgung. Sie sind ein wertvolles Instrument zur Infektionsprävention – schliesslich schätzt man, dass etwa die Hälfte aller HAIs durch einfache Hygienemassnahmen verhindert werden könnten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anlegen eines Harnwegskatheters:

  • Aufklärung des Patienten über das Verfahren
  • Sicherstellen, dass vor Beginn des Verfahrens alle notwendigen Materialien vorhanden sind, sodass die Behandlung nicht unterbrochen werden muss
  • Hände waschen und desinfizieren
  • Patient auf eine wasserdichte Unterlage legen
  • Hände desinfizieren
  • Handschuhe anziehen, um die Patientenhygiene durchzuführe
  • Gebrauchte Komponenten und Handschuhe in einen geeigneten Behälterentsorgen
  • Hände desinfizieren
  • Steriles Set öffnen und sterilen Bereich vorbereiten: Steriles Tuch auffalten und steriles Material darauf ablegen
  • Blasenalveolen als Behälter für antiseptische Flüssigkeiten verwenden
  • Hände desinfizieren
  • Sterile Handschuhe anziehen
  • Den Urogenitalbereich des Patienten desinfizieren
  • Gebrauchte Komponenten und Handschuhe in ein geeignetes Behältnis werfen
  • Hände desinfizieren
  • Sterile Handschuhe anziehen 
  • Katheter und sterilen Urinbeutel verbinden
  • Drainagesystem auf Dichtigkeit prüfen 
  • Steriles Gleitmittel auf den Katheter auftragen
  • Katheterisierung durchführen (alternativ:)
  • Sicherstellen, dass der Urin fliesst
  • Ballon mit sterilem Wasser füllen
  • Gebrauchte Komponenten und Handschuhe in einen geeigneten Behälter entsorgen 
  • Hände desinfizieren