Führung: Ein einsamer Weg zum Erbe

Das was das Fundament von HARTMANN bildet, ist ein unabhängiger Sohn und eine Krankenschwester mit Unternehmergeist. Gemeinsam symbolisieren sie, wie wir uns dem Wundmanagement, der Partnerschaft und der Entwicklung beständiger Lösungen nähern, um die Patientenversorgung zu verbessern.

Es heisst, an der Spitze sei es einsam. Aber für Branchenführer, Innovatoren und Wegbereiter kann es ganz unten noch einsamer sein.
Veronika Gerber, Geschäftsführerin von Initiative Chronische Wunde e.V. (ICW) weiss das aus erster Hand.

Veronika Gerber, eine zertifizierte Kinderkrankenschwester, absolvierte im Jahr 1976 ihre Ausbildung am Universitätsklinikum Düsseldorf und machte als junge medizinische Fachfrau eine überraschende Entdeckung.

„Ich arbeitete zu Beginn meiner Karriere in vielen Krankenhäusern in Deutschland und stellte fest, dass es nichts zum Thema chronischer Wunden gab“, sagte Veronika Gerber. „Bis Ende der 1980er Jahre gab es das, was ich die ersten „innovativen“ Wundprodukte auf dem Markt nennen würde. Für diese Produkte habe ich mir damals eine Einweisung geben lassen und meine Auszubildenden in der Praxis damit geschult.“

Aber im Laufe eines Jahrzehnts hat sich Veronika Gerber durch die gesammelte Erfahrung in verschiedenen Krankenhäusern einen Namen gemacht.
„In den 1990er Jahren ging ich in den Norden Deutschlands. Dort hatten sie überhaupt kein Wissen über geeignete Einsatzmöglichkeiten von modernen Wundprodukten. Ich musste nochmal von vorne beginnen.“

Als Pflegedienstleiterin in Aurich verwaltete Veronika Gerber alle Wundprodukte der Klinik. Das war der Zeitpunkt, als sie begann, ihr eigenes Erbe aufzubauen.
„Im Grunde genommen musste ich meinen eigenen Ansatz zur Wundversorgung entwickeln“, sagte sie. „Ich ging zu jedem Patienten, und unterwies die Mitarbeiter vor Ort wie die Produkte richtig verwendet werden. Es brauchte fast noch weitere acht Jahre, bis das gleiche Wundmanagement-Verfahren im ganzen Krankenhaus praktiziert wurde.“

Jetzt, fast zwei Jahrzehnte später, ist Veronika CEO von ICW. Das ICW ist eine deutsche Gesellschaft für Wundheilung mit mehr als 4000 Mitgliedern und 40 regionalen Arbeitsgruppen in allen Bundesländern. 150 Trainingsanbieter sind angegliedert.

Ziel ist es, die moderne Wundbehandlung durch Wissensaustausch, professionelle Zusammenarbeit und Partnerschaft zu fördern.
Eine Partnerschaft, in welcher unser Geschäftsbereich Wundmanagement ein aktiver Teilnehmer ist; er unterstützt das Training und die Entwicklung von Wundenexperten auf internationaler Ebene, zum Beispiel über einen Austausch zwischen chinesischen und deutschen Wundpflegern.
Der HARTMANN Geschäftsbereich Wundmanagement fördert den Austausch und die Ausbildung von medizinischen Fachkräften durch LINK® – ein offizielles, professionelles Entwicklungsnetzwerk mit mehreren zehntausend Gesundheitsexperten in 93 Ländern.

Ein Erbe beginnt

Genau wie Veronika Gerber hatte Paul Hartmann Sr. die Bereitschaft, etwas Neues auszuprobieren. Er setzte auf neue Ideen und einen Innovationsansatz, der erst getestet werden musste. Paul Hartmann Sr. würde stolz sein. Auch er schlug einen eigenen Weg ein.

Paul Hartman Sr.'s Leidenschaft für die Entdeckung verstärkte die Entscheidung, sich den Wünschen seines Vaters – die Fortführung der Baumwollspinnerei der Familie, die 1818 gegründet wurde – zu widersetzen.

Er schloss sich mit Professor Victor von Bruns zusammen. Von Bruns entdeckte eine Methode, die Fett aus Baumwolle entfernen konnte und es Materialien ermöglichte, signifikant höhere Mengen an Flüssigkeit zu absorbieren. Seine Erkenntnisse erlaubten es HARTMANN, seinen ersten Schritt in der industriellen Produktion von Watteverbänden im Jahre 1873 zu machen.

Ein Jahr später begann die Zusammenarbeit mit dem britischen Chirurgen Sir Joseph Lister. Lister war bestrebt, eine Lösung zu finden, die verhindert, dass Wunden von gefährlichen, luftgetragenen Mikroorganismen infiziert werden. Und während Listers Genialität im eigenen Land abgelehnt wurde, erkannte Hartmann seinen Erfindungsreichtum. Listers Entdeckung, dass Karbolsäure eine wirksame Desinfektionsmethode war, legte die Grundlage für den Geschäftsbereich Wundmanagement. Der erste antiseptische Wundverband wurde geboren.

„Das meinen wir, wenn wir sagen, Partnerschaft ist in unserer DNA“, sagte Peter Schuck, Vice-President Global Sales & Marketing Wound Management. „Hartmann, Lister und von Bruns erzählen unsere Geschichte. Ein Erbe, das aus Kühnheit geboren ist, und die Bereitschaft Überdurchschnittliches zu leisten und sich mit den richtigen Köpfen zusammenzuschliessen, um die richtigen Lösungen zu finden."

Bleibendes Erbe. Einfache Lösungen.

„Schätzungsweise 18 Millionen Patienten weltweit leiden unter chronischen Wunden“, sagte Peter Schuck. „Schwindendes Krankenhauspersonal und schrumpfende Budgets erhöhen nur noch weiter den Druck, wenn von heutigen Ärzten und Krankenschwestern erwartet wird, Wunden schneller, besser und für niedrige Kosten zu behandeln.“

Laut Peter Schuck erfordert das Wundmanagement Gesundheitssysteme, die sich mit einer Vielzahl von Produkten eindecken, was eine erhebliche Belastung sowohl in der Ausbildung als auch in den Kosten verursacht. Darüber hinaus erhöht die steigende Rate von chronischen Erkrankungen und die alternden Bevölkerungsgruppen nur die ohnehin wachsende Nachfrage an Wundversorgung.

Anstatt sich von den neuen Technologien, die in der Industrie verfügbar werden, verleiten zu lassen, hat sich HARTMANN 2013 dazu entschieden zu priorisieren. HARTMANN konzentrierte seine Energie auf die Entwicklung von nur zwei Wundverbänden. Zusammen behandeln HydroClean plus und HydroTac den Grossteil chronischen Wunden. Sie können von Fachleuten, Allgemeinmedizinern oder Assistenten genutzt werden, sie senken die Kosten, da es schneller geht und weniger Verbandwechsel durchgeführt werden müssen. 

„Mehr als 100 Jahre später ist unser Ziel wirklich simpel: Den Wundheilungsprozess für Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten.“, sagte Peter Schuck. „Die Zustimmung unserer Patienten für das Produkt zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

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