Auf das Mindset kommt es an: Wie Philipp Bosshard von Top-Athleten lernt.

Im Engadin findet Philipp Bosshard die idealen Trainingsbedingungen: Angenehmes Sommerklima, eine inspirierende Athleten-Community sowie optimale Betreuung. Ein Besuch in Silvaplana.

Höhentraining auf 1800 Meter

Auf den Tag genau fünf Jahre nach seiner Notaufnahme im USZ (Universitätsspital Zürich), hat Philipp Bosshard zum ersten Mal an einem Kurzdistanz-Triathlon teilgenommen. Seither hat ihn das Wettkampf-Fieber gepackt. Deshalb trainiert er zur Zeit im Engadin. „Hier oben ist alles ein Erlebnis: die Landschaft, die Menschen und das Training. Ich bin glücklich und mache grosse Fortschritte.“ Eigentlich hätte Philipp am 5. April beim Walliseller Triathlon in seine Wettkampfsaison starten wollen. Dann kam Corona. Doch für ihn kein Grund zu Klage: „Allen Top-Triathleten geht es aktuell genau so. Deshalb sind einige von ihnen noch in St.Moritz am Trainieren. Ein Glück für mich. Ich kann davon profitieren und von ihnen lernen.“

Neue Perspektiven dank Trainerwechsel

Anfang 2020 entschloss sich Philipp, enger mit der Bündner Top-Trainerin Semira Bontognali zusammenzuarbeiten. So ergab sich der Kontakt ins Engadin und zu Home of Triathlon, der in St. Moritz ansässigen Trainings-und Wettkampfplattform für Spitzenathleten. „Für mich hat sich eine neue Welt aufgetan“, schwärmt Philipp. „Ich erlebe den guten Spirit unter den Athleten. Ich bin eingebunden in eine tolle Community und treffe Persönlichkeiten wie etwa die Coach-Legende Brett Sutton.“ Eben hat Philipp im Team mit seiner Trainerin seinen ersten „ÖtliiÖ“ absolviert. ÖtliiÖ, das heisst auf Schwedisch „von Insel zu Insel“ und ist der Name für einen Schwimm-Lauf-Wettkampf. „Ziemlich fordernd, denn der Engadiner Wettkampf gehört zur ÖtliiÖ World Series. Wir sind in der Sprint-Distanz gestartet. Das heisst 13 km laufen sowie 2,2 km schwimmen. Und das in den kalten Engadiner Seen. Mit dem 14. Rang sind wir sehr happy.“   

Fernziel: Ironman Florida 

Auch wenn das Fernziel Ironman Florida in die Ferne gerückt ist und wohl erst 2021 wieder aktuell wird, läuft Philipps Training auf Hochtouren: „Ich lerne hier durch das Zusammensein mit Spitzenathleten wie Daniela Ryf und Nicola Spirig sehr viel. Mir gibt das Power und das richtige Mindset.“  Philipps Power zeigt sich nicht nur in seiner Trainingsleistung. Medien und Sportausrüster sind auf ihn aufmerksam geworden. Es ergeben sich interessante Kooperationsmöglichkeiten. 

So arbeitet Philip im Engadin ebenso an seiner Form wie an seiner Aufgabe als Motivator: „Ich möchte mit meiner Power ein Beispiel geben. Ich will Motivator sein und zeigen, was möglich ist. Wer hätte noch vor zwei Jahren gedacht, dass sich mir solche Chancen eröffnen?“