Juni 2019  


Gerhard Kammerlander über neueste Erkenntnisse zu Wundspüllösungen


Gerhard Kammerlander zählt zu den profiliertesten und bekanntesten Persönlichkeiten im Bereich Wundmanagement. Die Breite und die Wirksamkeit seines Engagements sind einzigartig. Als Pionier, Forscher, Referent, Trainer und Berater verbindet er insbesonders Aspekte des professionellen Wundmanagements mit den neuesten Erkenntnissen und Erfahrungen im Bereich der Produktentwicklung. Am 9. HARTMANN Wundsymposium berichtet er über neueste Entwicklungen der modernen, zeitgemässen Wundspüllösungen sowie über das Risikomanagement in der Wundbehandlung.

 

 

 

 

 

„Jede neue Wunde ist eine Herausforderung“

Für Gerhard Kammerlander gibt es bei der Wundbehandlung weder Selbstverständlichkeiten noch Routine. Dabei verfügt kaum einer über so viel Kompetenz im Umgang mit Wunden, wie er. 1958 in Tirol geboren, hat Gerhard Kammerlander seine berufliche Karriere ganz dem Haut- und Wundmanagement gewidmet: erst als diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger DGKP), dann als Forscher, Akademie-ZWM® Gründer, Gründer der AWA-Austrian Wound Association (1997) und SAfW – Swiss Association for Wound Care (1998), als Dozent, Speaker, Autor und Herausgeber einer Tutorial-Reihe im Bereich Wundmanagement. Als Entwickler und Implementierer von Schulungskonzepten (WM®/ZWM®), Wundstandards (PELLEGRINUS®) und Praxisprojekten im Wundmanagement wie AHW®/WZ® und WKZ® ist er seit 1992 ein Wegbereiter der Entwicklung und Verbreitung des modernen Wundmanagements. Bei all seinen breit gefächerten Tätigkeiten in Österreich, Deutschland und der Schweiz stand für ihn immer der Patient im Mittelpunkt: „Jeder Wundpatient und jede neue Wunde ist eine Herausforderung“, so sein Grundsatz. Wobei die Lebensqualitätsförderung und die Risikominimierung am Patienten an oberster Stelle steht.
 

„Erfahrung als entscheidender Faktor zum Erfolg“

Schon während seiner Ausbildung zum diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger (DGKP) hat sich Gerhard Kammerlander die Frage gestellt, wie man Patienten mit angenehmeren und besseren Wundmanagementmethoden versorgen könnte. Während seiner 15-jährigen Tätigkeit an zwei grossen dermatologischen Universitätskliniken (Innsbruck und Zürich) hatte er das Glück, in den beiden klinischen Direktoren Prof. Klaus Wolff und Prof. U.W. Schnyder, zwei Mentoren gefunden zu haben, welche ihn nachhaltig im Fachaustausch förderten und unterstützten. Als Leiter der Privatstation der Dermatologie am Universitätsspital Zürich war Gerhard Kammerlander dann mit dabei, als erstmalig die feuchte, moderne Wundbehandlung eingeführt wurde (Hydrokolloidverband). Es waren diese positiven Erlebnisse, die Gerhard Kammerlanders inter- und intradisziplinäres, transsektorales und interprofessionelles Handeln zwischen verschiedenen Berufsgruppen nachhaltig prägten.
 

„Bidirektionale Kommunikation ist das A und O“

Als Pionier war Gerhard Kammerlander der erste selbständige unabhängige Wundmanagementspezialist, der aus dem Pflegebereich kam. Seine Passion ist es, eine fachliche und menschliche Brücke zwischen den Bedürfnissen der Patienten, der Pflege und dem Arztbereich zu bilden. Auch der intensive Wissensaustausch mit zahlreichen international tätigen Firmen im Bereich Wundmanagement ist für ihn stets ein wichtiger Fundus, um das Know-how und teilweise sogar die Produkteentwicklung zu fördern. «Eine bidirektionale Kommunikation ist das A und O für gegenseitiges Verständnis, Verstehen und stetige Weiterentwicklung», so Gerhard Kammerlander. Dank seiner intensiven Praxiserfahrung kennt er die Erfolgsfaktoren des Wundmanagements aus erster Hand.
 

„Kooperation auf Augenhöhe zwischen Arzt und Pflege“

Mit der Gründung von Berufsverbänden und Ausbildungsinstitutionen hat Gerhard Kammerlader aber noch eine weitere Brücke geschlagen: zwischen Ärzten und Pflegenden. Bisher wurden dadurch über 400 Ärzte und über 9000 Pflegepersonen im deutschsprachigen Raum einheitlich geschult (Basiskurs). Dass heute die „Kooperation auf Augenhöhe zwischen Arzt und Pflege“ zur Selbstverständlichkeit geworden ist, verdankt sich nicht zuletzt Gerhard Kammerlanders intensiver öffentlicher Präsenz in Fachkreisen. Wie als Berater verbindet er auch als Referent umfassende Kompetenz mit konsequentem Praxisbezug. Dabei prägt ein Ausspruch seines Mentors Prof. U.W. Schnyder Gerhard Kammerlanders vielfältiges Wirken als Aus- und Weiterbildner: «Man kann in der Haut- und Wundbehandlung alles tun – wenn man weiss, was man tut und warum man es tut und vor allem warum man gewisse Therapien nicht mehr durchführt».

Erleben Sie Gerhard Kammerlander als Speaker am 9. HARTMANN Wundsymposium und erfahren Sie, was Wundspüllösungen heute – und in Zukunft – leisten können.