„Es braucht Mut, um Mut zu machen“: Was Philipp Bosshards Schritt in die Öffentlichkeit bewirkt hat

Vor sechs Jahren ist Philipp Bosshard zum ersten Mal an die Öffentlichkeit getreten: als Markenbotschafter für das HARTMANN Wundsymposium. 
Heute, nach dem Fernsehfilm über seine schwere Brandverletzung, kennen Hunderttausende TV-Zuschauerinnen und TV-Zuschauer seine Story. Wie hat das sein Leben verändert? Wir haben ihn gefragt

„Immer wieder sprechen mich Leute an und sagen: ‚Ich habe Sie im Fernsehen gesehen’. Und immer noch erhalte ich viele Mails von Menschen, die ähnliches erlebt haben wie ich.“ Seit das SRF und später 3sat eine lange Reportage über Philipp Bosshards Schicksal ausgestrahlt haben, kennen Hunderttausende TV-Zuschauerinnen und -Zuschauer sein Gesicht. „So wie mich die Menschen durch die Reportage besser verstehen können, so kann ich heute die Menschen besser verstehen. Als ich die Reportage zum ersten Mal sah, habe ich spontan gedacht: So also nehmen mich meine Mitmenschen wahr. Das wurde mir erst durch den Film bewusst.“

„Ich wollte etwas zurückgeben.“

Bei seinem Weg in die Öffentlichkeit, folgte Philipp einfach seiner Intuition. Nichts war geplant, vieles ergab sich von selbst. Es ging weder um Popularität noch um Klicks und Likes: „Es war mir sehr wichtig, dass ich all den Journalistinnen und Journalisten ganz und gar vertrauen konnte. Es ging nicht um mich, sondern um die Botschaft: Steck dir ein Ziel und versuch’s zu erreichen. Move on.“ Für Philipp war der Auftritt vor der TV-Kamera auch eine Art Experiment. „Ich wollte mich und mein Narbengewebe nicht verstecken. Ich wollte durch meinen Mut all jenen etwas zurückgeben, die an mich geglaubt haben – und an mich glauben.“

„Gemeinschaft zu erfahren, ist wichtig.“

Auch 2022 verfolgt Philipp seine Ziele als Athlet: Auf dem Plan stehen Triathlon-Wettkämpfe im In- und Ausland. Mittlerweile hat Philipp sein Domizil endgültig nach Silvaplana verlegt, dem internationalen Trainings-Mekka zahlreicher Triathletinnen und Triathleten. Täglich absolviert er seine Trainings. Seine Tätigkeit als Botschafter in eigener Sache läuft nebenher: „Mittlerweile kommt beides zusammen: Als Leistungssportler kann ich meine Botschaft auf vielfältige Art und Weise in die Öffentlichkeit tragen. Wichtig ist mir dabei auch, in inspirierender Gemeinschaft zu sein: Sei es als Teil eines Filmteams, sei es als Teil eines Athletenteams – oder einfach als Teil eines Arbeitsteams.“

„Schritt für Schritt ist noch immer die Devise.“

Philipps Narbengewebe braucht nach wie vor entsprechende Pflege. Physiotherapie und regelmässige Spital-Checks sind fester Bestandteil seines Trainingsalltags. „Ein Ziel zu haben ist mir wichtiger als einen starren Plan. Schritt für Schritt ist immer noch die Devise. Das gilt für meinen Leistungsaufbau, aber auch für meine Tätigkeit als Botschafter und Motivator. Schön, wenn ab und zu auch der Zufall mitspielt.“

Seit Philipp in der Öffentlichkeit immer wieder gegrüsst und angesprochen wird, hat sich auch ein vielfältiger Dialog mit Wundpatienten ergeben: „Ich sehe immer mehr, wie stark Genesungsprozesse durch Verständnis und Austausch gefördert werden können. Aus dieser Erfahrung möchte ich noch mehr machen.“ Philipps Idee: ein Netzwerk für einen aktiven Erfahrungsaustauch zu schaffen. So wie wir Philipp kennen, gilt für ihn auch in diesem Bereich: „Move on“.

Vom Brandopfer zum Triathlet - Philipp kämpft sich ins Leben zurück

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