„Es war eine Premiere und ein Abschluss zugleich.“ Philipps Start am Mitteldistanz-Triathlon in Holland.

Am 10. September bestritt Philipp Bosshard den traditionsreichen Mitteldistanz-Triathlon in Almere bei Amsterdam. Es war mehr als eine erfolgreiche Wettkampf-Premiere. Es war auch ein Erlebnis, bei dem er seinen Weg vom Wundpatienten zum Spitzensportler wie in einem Flashback nochmals durchlebte. Um am Ende zu wissen: Ich hab’s geschafft.

„Rückblicke sind nicht so meine Sache, ich sehe lieber nach vorne.“ Nach seiner erfolgreichen Wettkampfsaison ist Philipp schon voller Pläne fürs 2023. Trotzdem wollten wir von ihm wissen, wie sein Jahr verlaufen ist. „Da ist so viel geschehen und es hat sich so viel ergeben! Es ist unglaublich.“ Zum einen waren es die Wettkämpfe, zum andern waren es die zahlreichen Interviews und Talks, die Philipps Jahr geprägt haben. „Beides hat mich weitergebracht – als Athlet und als Mensch. Und beides hat mir gezeigt, wie wichtig es für mich ist, immer wieder neue Herausforderungen zu suchen.“  Wie beispielsweise die Teilnahme an der Challenge Almere Amsterdam.

„Einer von 3500 Athletinnen und Athleten“

Es war eine lange Reise vom Wohn- und Trainingsort Silvaplana bis an den Start in Almere Amsterdam.

Über 10 Stunden im Zug und über 1600 Höhenmeter runter vom Alpental an die holländische Meeresküste. „Natürlich war ich mega nervös. Der Triathlon Challenge Almere Amsterdam ist ein internationaler Grossevent. Ich war einer von 3500 Athletinnen und Athleten. Aber Semira Bontognali, mein Coach, hatte mich bestes auf diesen Mitteldistanz-Wettkampf vorbereitet.“ Schon in der ersten Disziplin (Schwimmen) konnte Philipp sein Potential voll abrufen: Nach nur 43 Minuten stieg er aus dem Wasser. Eine Superzeit!  „Ich war ebenso überrascht und erfreut wie mein Coach“.

„Ich konnte offensiv sein, konnte Plätze gutmachen.“

Auch in den Disziplinen Bike und Laufen gelangen Philipp persönliche Bestzeiten. „Für mich eine tolle neue Erfahrung: Ich konnte offensiv sein, konnte Plätze gutmachen.“ Und dann während der letzten Laufkilometer dieses völlig unerwartete Flashback: „Plötzlich hatte ich wieder Bilder vom Unispital vor Augen. Ich roch das Spitalzimmer. Ich hörte die Geräusche. Aber gleichzeitig wusste ich: Das ist jetzt definitiv vorbei. Mir sind vor Glück Tränen in die Augen geschossen. Und ich habe gespürt, zu was mein Körper wieder fähig ist. So war dieser Mitteldistanz-Triathlon für mich nicht nur eine Premiere, sondern auch so etwas wie ein Abschluss mit meiner Patientengeschichte.“
 

„Gespräche, die mir sehr viel geben.“

Mittlerweile hat sich Philipps Athleten-Karriere auch in der Triathlon-Fachwelt herumgesprochen. Er ist Gast in Podcasts und Interview-Partner. „Dieser Austausch mit Journalistinnen und Journalisten ist für mich sehr bereichernd. So entstehen Gespräche, die mir sehr viel geben. Dabei geht es nicht nur um meine Vorgeschichte als Wundpatient, sondern auch um das, was ein Athlet ausmacht, um das Mindset und die Bereitschaft, über sich hinauszuwachsen. Hier bekommt das Move on eine neue Dimension.“

Blickt Philipp auf sein 2022 zurück, sind viele Dinge passiert, die er sich so nicht hätte vorstellen können: „Die bewegenden Feedbacks, die spannenden Begegnungen, die Leistungssteigerung und die breite Anerkennung, dafür bin ich sehr dankbar! Ich spüre, dass noch viel drin liegt.“  Und wenn Philipp nach vorne blickt?  „2022 habe ich im Triathlon die Mitteldistanz geknackt .Wer weiss, vielleicht liegt 2023 die volle Distanz drin – also ein Ironman-Wettkampf! Das wäre nochmals ein big Move.“

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