Heute und damals

22.06.2017

Alles begann mit einer engagierten Partnerschaft zwischen unserem Unternehmensgründer und einem britischen Chirurgen um 1800. Sie haben den Grundstein dafür gelegt, wie wir Herausforderungen im Gesundheitswesen bewältigen. Heute entwickeln wir mit demselben Engagement einige unserer besten Inkontinenzlösungen.

Ein Tag in Frankreich

Wer kümmert sich um die Pflegekräfte?
Aufgrund chronischer Erkrankungen und einer alternden Bevölkerung nimmt die Zahl der Patienten stetig zu und stellt eine Belastung dar.

Dieses Problem ist ein Schmerzpunkt für Pflegekräfte oder Physiotherapeuten, die unmittelbar mit Inkontinenzpatienten und Bewohnern von Altenheimen arbeiten.

„Pflegekräfte vergessen einfache Handgriffe. Sie vergessen, das Bett auf die richtige Höhe zu fahren oder den Patienten so zu positionieren, dass sie ihre Hilfsmittel richtig anwenden können“, so eine Stationsleiterin im Dijon University Hospital Center in Frankreich. „Das passiert, weil sie keine Zeit haben. Sie wiederholen Handgriffe, die Schmerzen verursachen.“

 

 

Christine Metz, Vertriebsleiterin für den HARTMANN Geschäftsbereich Hygiene in Frankreich, sagt, dass dieser Zustand ein öffentlich beachtetes Thema ist und sich auch der Gesundheitsminister damit auseinandersetzt.

„Stellen Sie sich vor, Sie liegen im Krankenhaus und die Pflegekräfte sind krankgeschrieben“, so Christine Metz. „Wie kann man Menschen versorgen, wenn das Personal fehlt?“

Christine Metz ist bereits seit 25 Jahren in diesem Sektor tätig und ist unmittelbar in diese Veränderungen involviert, die sich auf wichtige Rollen in diesem Versorgungsbereich auswirken. Und in Frankreich ist auch die Idee für ein neues Produkt für Pflegekräfte entstanden.

Partnerschaft an erster Stelle

Oktober 2015. Dijon University Hospital Center Dijon, Frankreich.

„Wir haben ihnen ein neu entwickeltes Produkt gegeben, das sie einfach ausprobieren sollten“, so Christine Metz. Damit meint sie die mehr als 20 erfahrenen Pflegekräfte, die an den ersten Tests teilnahmen. „Es war sofort ein Erfolg.“

 

Laut Christine Metz reichte dies aber nicht aus, um die Vorteile nachzuweisen. Das HARTMANN Team musste noch einen Schritt weitergehen.

Die nächste Testphase umfasste eine deutlich höhere Anzahl an Pflegekräften. Es wurden außerdem Ergonomie-Experten hinzugezogen, die die Bewegungen der Pflegekräfte und die Auswirkungen auf den Körper genau beobachtet haben.

Dies waren die Ergebnisse des Tests:

• um 34 Prozent verminderte Dehnung und Belastung der Finger in der „Kneifposition“,
• um 27 Prozent verminderte Dehnung und Belastung der Finger beim „Greifen mit allen Fingern“,
• um 24 Prozent verminderte Belastung der „ausgestreckten Hand“ und verminderte Belastung der Hand bei „Drehbewegung“, und
• um 20 Prozent weniger Zeitaufwand beim Anlegen der Windel (Anlegen in vier Schritten anstelle von acht).

Und 2016 wurde MoliCare Elastic offiziell auf den Markt gebracht.

 

 


Ein Partner im Gesundheitswesen

Für Christine Metz war die Lösung überfällig.
„Als wir uns 2014 Gedanken dazu machten, woraus letztendlich MoliCare Elastic entstanden ist, haben wir uns gefragt: Was können wir tun? Wie geht es noch genauer? Was benötigen Pflegekräfte, Altenheimbewohner und Patienten? Welche neue Lösung könnte es für sie geben?“

Aber Christine Metz konnte diese Fragen nicht alleine beantworten. Dazu bedurfte es der Zusammenarbeit von Fachkräften aus R&D, aus dem Vertrieb sowie ausgebildeten Pflegekräften und Ergonomie-Experten. Der Unterschied war sofort spürbar.

„Wir haben uns zur Besprechung zurückgezogen. Wir haben das aktuelle Produkt untersucht und es komplett auseinandergenommen. Wir haben es immer wieder und wieder versucht.

Wir haben uns dabei jedes Tricks und Hilfsmittels bedient, das Sie sich denken können“, so Christine Metz. „Wir haben sogar jemanden gebeten, die Rolle des Patienten zu übernehmen. Wir wollten prüfen, ob dies eine einfache Lösung wäre. Eine Lösung, die unseren Kunden und natürlich auch unseren Patienten wirklich helfen könnte.“


Professionelles Hilfemittel für zuhause

Aktuelle Studien haben gezeigt, dass über 30 Prozent der Bevölkerung in 20 europäischen Ländern Laien in der häuslichen Pflege sind. Fast acht Prozent widmeten sich der Intensivpflege (Versorgung von mindestens 11 Stunden in der Woche), dabei berichteten Frauen und Intensivpflegende von einem abnehmenden geistigen Wohlbefinden.

„Wenn wir die emotionale Belastung der Pflegekraft reduzieren können, dann haben wir mehr erreicht als nur ein neues Produkt“, so die Leiterin des Geschäftsbereichs Inkontinenz bei HARTMANN, Irina Zhdanova. Wir können der Pflegekraft und den Personen, die sie unterstützen, eine spürbare Entlastung bieten – auch zuhause. Dafür lohnt sich unsere Arbeit und die unserer Partner.“

Um das Potenzial von MoliCare Elastic selbst kennenzulernen, hat Irina das Produkt selbst an Patienten ausprobiert.Sie sieht dieses Produkt jeden Tag in dem Schaukasten an der Wand ihres Büros.

„Jeder, der von Familienmitgliedern gepflegt wird, kennt das Gefühl: Man möchte den Familienmitgliedern, die die Versorgung übernehmen, nicht zur Last fallen“, so Irina Zhdanova. „Das ist auch eine große emotionale Belastung. Sie sind dankbar, wenn sie wissen, dass die pflegenden Familienangehörigen über Lösungen verfügen, die die Pflege einfacher machen. Wenn wir dazu beitragen können, dass dies möglich ist, dann haben wir einen weiteren Beitrag für die Gesundheit geleistet.“


15.06.2017

Unsere langjährigen Partnerschaften mit Ihnen definieren, wer wir heute sind, wie wir unser Geschäft in Zukunft ausrichten und erzählt die Geschichte unserer Vergangenheit.