Unsere Geschichte

2012 | Akquisition der FUNNY Hygiene AG
Mit der Übernahme der FUNNY Hygiene AG mit Sitz in Maur|ZH per 1. Januar 2012, kann die IVF HARTMANN GRUPPE ihre Marktposition als Vollsortimentsanbieter in der Schweiz stärken. Durch die Ergänzung des Produktportfolios um hochwertige Hygieneprodukte und die gemeinsame Marktbearbeitung der beiden Unternehmen, kann sie ihren Kunden ein noch umfassenderes Produktespektrum offerieren.

2009 | Akquisition der BODE AG, Schweiz
Per 1. Oktober 2009 übernimmt die IVF HARTMANN GRUPPE die BODE AG, Schweiz, in Münchenstein [BL]. Durch die Akquisition ergeben sich für die Unternehmensgruppe neue Möglichkeiten, Systemangebote im Bereich der Desinfektion anzubieten.

2007 | Umwandlung der IVF Technology AG
Gegründet im Jahr 1962 als IVF Maschinenfabrik, produzierte die IVF Technology AG hauptsächlich Maschinen für die IVF HARTMANN GRUPPE.
Im Jahr 2007 erfolgte die Umwandlung in eine reine Servicegesellschaft, die bis ins Jahr 2012 ausschliessslich Service- und Wartungsarbeiten an den von ihr produzierten Maschinen leistete.

2000 | Übernahme der Vlesia AG
Im Jahr 2000 kauft die IVF 100% des Aktienkapitals der Vlesia AG in Goldach|SG. Die Vlesia AG, welche ihr Geschäftsmodell vollständig auf das Angebot von Inkontinenzprodukten ausgerichtet hatte, ergänzte damit das Produktportfolio der IVF in diesem Bereich.

1993 | Übernahme durch HARTMANN GRUPPE
Im Jahr 1993 übernimmt die HARTMANN GRUPPE mit Sitz in Heidenheim an der Brenz, Deutschland, 60 % des Aktienkapitals der IVF, welche bis zu diesem Zeitpunkt von der GALENICA in Bern gehalten wurde. Seither operiert die IVF als Tochterunternehmen unter dem Dach der Marke HARTMANN.

1984 | Übernahme der Kistler AG
Mit der Übernahme der Kistler AG realisierte die IVF 1984 eine zu dieser Zeit wichtige strategische Option. Neben der Ergänzung des bestehenden Wattesortiments wurden mit der Transaktion auch gleichzeitig fehlendes Know-how sowie die wichtigsten Grossverteiler als Kunden übernommen. Damit stärkte die IVF ihre Konkurrenzfähigkeit und ihre Marktstellung im Wattebereich.

1972 | Akquisition der Isoplast AG
1972 akquirierte die IVF die Isoplast AG, welche hochwertige Pflaster vornehmlich für Apotheken und Drogerien produzierte. Die Isoplast AG war eine der grössten Konkurrenten in diesem Produktsortiment. Durch die Zusammenlegung der Geschäftstätigkeit wurde der Entscheid gefällt, nur noch die Pflaster unter der Marke Isoplast zu vertreiben. Die Pflaster der Marke PORO, welche die IVF als Lizenznehmerin der deutschen Firma Lohmann produzierte, wurden nach der Akquisition nicht mehr angeboten.

1959 | Liberalisierung der Vertriebspolitik
Die Verkaufspolitik der IVF wurde 1959 liberalisiert. Auf Druck vieler Grossverteiler traf das Unternehmen den Entscheid, die Markenartikel im Wattesortiment nicht mehr exklusiv an Apotheken und Drogerien zu beliefern, sondern diese Produkte auch im Nicht-Fachgeschäft zu offerieren.

1937 | Eröffnung des Filialbetriebs in Netstal
1937 nahm die IVF den Filialbetrieb am Standort in Netstal auf. Der Entscheid dazu fiel nicht zuletzt aufgrund der hohen Verfügbarkeit an Fachpersonal in der Textilindustrie, welches im Kanton Glarus durch die Vielzahl an Webereien und Spinnereien vorzufinden war. Zudem gab es auch sicherheitstechnische Überlegungen bei der Standortwahl aufgrund des damaligen Verteidigungskonzepts der Schweizer Armee. Da das Konzept nur eine Verteidigung des Landes bis zur natürlichen Grenze des Rheins vorsah, entschied sich die Geschäftsleitung, neben dem grenznahen Firmensitz zu Deutschland auch eine sichere Produktionsstätte im Landesinneren der Schweiz zu betreiben.

1908 | Bezug der Fabrik in Neuhausen
Aufgrund des stetigen Wachstumskurses, welcher durch eine laufende Erweiterung des Produktsortiments sowie Akquisitionen gekennzeichnet war, wurde 1908 die Fabrik am heutigen Standort in Neuhausen am Rheinfall bezogen.

1885 | Wundbehandlung und Krankenpflege
Schon bald begann die IVF ihr Sortiment umfassend auszuweiten und alles anzubieten, was damals zur Wundbehandlung und Krankenpflege gehörte. Zur Zeit des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 stellten sich beim Schweizer Sanitätswesen schwerwiegende Mängel heraus. Infolge dessen wies der Bundesrat alle Kantonsregierungen an, ihre Sanitätskisten der IVF zur Neuausstattung einzusenden. Mit seinen Verbandkästen hatte Theophil Baeschlin nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Ausland grossen Erfolg.

Zudem baute die IVF ihr Verkaufsnetz aus und eröffnete in Freiburg im Breisgau, Stuttgart, Würzburg, Nürnberg und Berlin, Marseille, Lille, Mailand und Rom weitere Verkaufsstellen. Unter dem Druck der Zölle, welche die Nachbarstaaten der Schweiz zum Schutz der eigenen Industrien erhoben, errichtete die IVF in Montpellier sogar einen Filialbetrieb.

1874 | Internationale Verbandstoff-Fabrik
Heinrich Theophil Baeschlin wandelte 1874 die "Fabrik für medizinische Verbandstoffe" in die Aktiengesellschaft "Internationale Verbandstoff-Fabrik Schaffhausen" [IVF] um. Die Bezeichnung "International" war nicht zufällig. Damit konnte die IVF ihre Verwandtschaft zum 1864 gegründeten "Internationalen Komitee vom Roten Kreuz" demonstrieren. Als Verwaltungsräte für das neue Unternehmen berief er renommierte Chirurgen aus ganz Europa, die auch gewillt waren, mit ihrem Namen hinter der Geschäftstätigkeit des Unternehmens zu stehen.

1871 | Baeschlins Verbandwatte Schweiz
Die "Schaffhauser Woll- und Baumwollcarderie" verarbeitete 1871 erstmals auf der Welt Baumwolle im industriellen Massstab zu Verbandwatte. Kurz darauf benannte Heinrich Theophil Baeschlin sein Unternehmen in "Fabrik für medizinische Verbandstoffe" um. Die innovativen Produkte lenkten die Aufmerksamkeit der europäischen Fachwelt zunehmend auf das Unternehmen des Schweizer Pioniers. Mit steigender Nachfrage nach der hergestellten Charpie reifte der Plan des jungen Industriellen Heinrich Theophil Baeschlin, sein Unternehmen international aufzustellen.

1870 | Bruns'sche Baumwoll-Charpie
Erst zwischen 1865 und 1870 kam es aufgrund einer bahnbrechenden Neuerung zur entscheidenden Wende. Dem Tübinger Chirurgie-Professor Dr. Victor von Bruns gelang es zum ersten Mal, Baumwolle zu entfetten und auf diese Weise hydrophil [saugfähig] zu machen. Die Bruns'sche Baumwoll-Charpie war hygienisch einwandfrei und theoretisch in unbegrenzter Menge verfügbar - ein Meilenstein auf dem Weg zur modernen Wundbehandlung.

19. Jahrhundert | Charpie Wundverband
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Charpie aus Leinenresten von entfetteter Baumwolle als Wundbehandlung verwendet, die alles andere als hygienisch und nur in ungenügender Menge vorhanden waren. Kein Wunder, dass damals tödliche Wundinfektionen zum Alltag gehörten.