Philipp Bosshard laufend

„Meine Formkurve zeigt tüchtig nach oben.“ 

Der IRONMAN-Traum könnte wahr werden

Sehr gute Trainingsresultate und erfolgreiche Mitteldistanz-Wettkämpfe machen Philipp Bosshard Mut für die längste und härteste Triathlon-Distanz: den IRONMAN. Philipp ist zuversichtlich und bereitet sich auf die 226,2 km vor.

„Ich war selbst etwas überrascht, wie viel ich dieses Frühjahr im Training zulegen konnte. Und so haben mein Coach Semira Bontognali und Brett Sutton, der erfahrene Head Coach von Trisutto, gesagt: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, es zu probieren und den IRONMAN zu wagen.“ Das grosse Ziel bestand aus unzähligen kleinen Zwischenzielen. Philipp erinnert sich: „Nach dem Austritt aus der Rehaklinik 2016 arbeitete ich mit der wunderbaren Sportphysiotherapeutin Francesca Brenni. Als ich ein bisschen ‚rennen’ konnte, sagte ich zu ihr, ein Triathlon wäre ein tolles Ziel.“ Dieses „tolle Ziel“ ist für Philipp zum Lebenskompass geworden. „Jetzt kenne ich meinen Körper und seine Grenzen sehr gut. Das gibt mir das nötige Selbstvertrauen.“


„Du lernst, mit deinen Grenzen umzugehen.“

Philipp absolviert heute im rund 20 Trainingsstunden in der Woche. Da sind tägliche Schwimmtrainings ebenso dabei wie Power-Runden auf der 400-Meter-Bahn und Long Rides mit den Bike auf den Bernina- und den Albula-Pass. Es geht aber nicht nur darum, den Körper auf Höchstleistung zu trimmen. „Du lernst, mit deinen Grenzen umzugehen. Für mich ist das besonders wichtig, denn meine Grenzen sind anders.“  Philipps erster Wettkampf dieses Jahr: der Ironman 70.3 (Mitteldistanz) in Rapperswil-Jona am 11. Juni. Angesichts der sommerlichen Temperaturen eine grosse Herausforderung.


Philipp Bosshard auf dem Fahrrad

„Trainingshöhepunkt: Der Berninapass gehört zu meinen Lieblingsstrecken.“



„In Rapperswil war die Hitze der härteste Gegner.“

Für mich wird’s bei Temperaturen über 24°C kritisch. Deshalb war ich besorgt: Schaff ich das? Oder schafft mich das?“ Für die 1.9 km Schwimmen brauchte Philipp weniger als 40 Minuten. „Super Zeit! Mit viel Power startete ich aus der Wechselzone und nahm die 90-Bike-Kilometer in Angriff.“  Doch die 1100 Meter Höhenunterschied liessen sich nicht einfach wegstecken. „Die erste Bike-Runde war mega-hart. Ich dachte: Jetzt streiken die Beine und ich bin erledigt.“ Doch Aufgeben war für Philipp keine Option.


Philipp Bosshard mit crushed Ice während dem Lauf

„Support auf der ganzen Strecke: Coach Semira füllt den Crushed-Ice-Speicher in meinem Triathlon- Anzug.“


Philipp Bosshard im Ziel

„Dich kenn ich aus dem Fernsehen: immer wieder ergeben sich an den Wettkämpfen tolle Begegnungen. So auch in Rapperswil-Jona.“



„Cleveres Temperaturmanagement ist für mich das A und O.“

„ Ab Runde zwei konnte ich wieder zulegen. Und beim Wechsel von der Bike- auf die Laufstrecke hatte ich wieder Power. Doch ich wusste: Jetzt hängt alles davon ab, dass du cool bleibst.“ Dafür hatten sich Philipp und sein Coach etwas Neues ausgedacht: „Bei meinem Triathlon-Anzug  hatten wir im Nacken extra eine Tasche für Crushed Ice eingenäht. Auf der Strecke versorgte mich Semira immer wieder mit neuem Eis, so dass ich cool blieb. Cleveres Temperaturmanagement ist für mich das A und O.“ Nach 6 Stunden 26 Sekunden war Philipp im Ziel. „Ich war sehr happy, dass ich nicht nur die Distanz, sondern auch die Hitze gemeistert hatte.“


philipp bosshard und Trainerin

„Mein Training ist Teamarbeit: Zusammen mit Semira Bontognali, meinem Coach.“


Nach der erfolgreiche Mitteldistanz nun der IRONMAN in der Langdistanz? Für Philipp bedeutet Leistungssteigerung: Die Belastbarkeit des Köpers und des Narbengewebes immer wieder aufs Neue zu testen – und zu bedenken. „So wie ich längere Distanzen trainiere, trainiere ich auch das Vertrauen in meinen Körper. Beim vollen IRONMAN bin ich einen ganzen Tag unterwegs. Das braucht viel Vertrauen. Nicht nur eigenes, sondern auch dasjenige von meinem Coach, meinen Freunden und allen, die mich unterstützen.“


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