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Schnitte, Stiche und Kratzer gehören zu den häufigsten Arbeitsunfällen. Meistens können solche Verletzungen mit dem passenden Erste-Hilfe-Material leicht versorgt werden. Was bei grösseren Verletzungen und schweren Blutungen gilt, erfahren Sie in unserem neuen Blog-Artikel.
Gemäss der machen Schnitte, Stiche und Kratzer rund 20 Prozent aller Arbeitsunfälle in Schweizer Betrieben aus. Die fachgerechte Erst- und Weiterbehandlung von kleinen und grösseren Wunden ist die Voraussetzung für eine unkomplizierte Wundheilung.
Kleinere Wunden – weniger als zwei bis drei Zentimeter lang und weniger als einen halben Zentimeter tief – können Betriebssanitäter und Betriebssanitäterinnen in der Regel selber behandeln. Dazu zählen kleine Schürf-, Schnitt- oder Platzwunden: Patienten hinsetzen oder hinlegen und die Wunde mit einer oder einem sauberen Tuch steril zudecken, auf die Wunde drücken und die Kompresse mit Pflasterstreifen oder einem Verband fixieren. Die Wunde kann mit oder -sprays, aber nicht mit Alkohol gereinigt werden.
Bei der Ersten Hilfe ist das Stoppen der Blutung zentral und lebensrettend, nicht die Reinigung der Wunde. Wenn eine Blutung schlicht nicht gestoppt werden kann, wenn eine Wunde auseinanderklafft oder wenn sie tiefer und länger ist, gilt das Vorgehen:
Auf jeden Fall zum Arzt sollen die Betroffenen auch bei grösseren Schürfwunden, längeren und tieferen Schnitt- oder Stichwunden, Rissquetschwunden (Platzwunden) oder bei Bisswunden und Schusswunden.
Der Rettungsdienst gehört dann auf den Platz, wenn es sich um grössere Stichverletzungen handelt, bei Schusswunden, bei schweren Blutungen nach Explosionen, wenn ein grösserer Gegenstand in der Wunde steckt oder wenn Körperteile oder Gliedmassen abgetrennt sind.
Grosse offene oder innere Wunden können schon innert kürzester Zeit zum Tod durch Verbluten führen. Rund zwei Drittel der vermeidbaren Todesfälle im Rettungsdienst gehen auf das Konto von Blutungen. Viele Verletzte sterben aufgrund des hohen Blutverlustes, bevor sie überhaupt ein Krankenhaus erreichen. Das Stillen einer Blutung durch die Ersthelfer und der rasche Transport durch den Rettungsdienst ins Spital haben deshalb oberste Priorität.
Bei starken Blutungen gilt:
Vor allem dort, wo eine latente Gefahr für eine starke Blutung oder abgetrennte Gliedmassen besteht – zum Beispiel in Produktionsbetrieben, Schreinereien oder ähnlichen Umgebungen – empfehlen sich in der Betriebssanität.
Auch nach Explosionen oder im Falle eines Amoklaufs oder Terroranschlags sind diese Produkte wertvolle Lebensretter. Hier sind schwere Blutungen die häufigsten und zeitkritischsten Verletzungen und oft sind viele Menschen davon betroffen. Dann geht es zu Beginn einzig darum, viele Blutungen effektiv zu stillen. helfen bei der wesentlichsten Erste-Hilfe.
Nebst Untersuchungshandschuhen sind diese Produkte die Bestandteile der , einer Entwicklung der IVF HARTMANN AG und der Deutschen Traumastiftung. Es gibt die Trauma-Box als Spender oder Beutel, der ins Rettungsfahrzeug, Sanitätszimmer oder in die Betriebsapotheke passt.

Wenn jemand ausrutscht und sich am Kopf verletzt, müssen Ersthelfer und Ersthelferinnen kühlen Kopf bewahren.

Ob eine Verletzung mit einem wärmenden Gel oder einem kühlenden Spray behandelt werden muss, hängt ganz davon ab, was passiert ist. Ein paar einfache Regeln können bei der Entscheidung helfen.

Rückenverletzungen sind eine heikle Angelegenheit. Von Ersthelfern ist ein hohes Mass an Feingefühl gefragt. Lesen Sie hier, warum das so ist.

Sich einen Notfallrucksack für die Betriebsapotheke anzuschaffen, lohnt sich. Denn er ermöglicht – im Vergleich zum klassischen Erste-Hilfe Koffer – schnelleres und effizienteres Handeln.