Biomarker positiv beeinflussen - mit HydroClean®

Biomarker positiv beeinflussen - mit HydroClean®

Biomarker wie MMP und Wachstumsfaktoren spielen bei chronischen Wunden eine wichtige Rolle. Eine Studie zeigt, wie HydroClean® dazu beitragen kann, das Biomarkerprofil positiv zu beeinflussen.

Eine gründliche und zugleich schonende Reinigung spielt bei akuten und insbesondere bei chronischen Wunden eine wichtige Rolle für den weiteren Heilungsverlauf. Nekrotisches Gewebe und Bakterientoxine können das Infektionsrisiko erhöhen, die Entzündungsphase verlängern und dadurch den Heilungsprozess beeinträchtigen.

Neben chirurgischen und enzymatischen Débridementverfahren können hydroaktive Wundauflagen wie HydroClean® die Wundreinigung unterstützen. Der Saug-Spül-Mechanismus gibt Ringerlösung an die Wunde ab und nimmt gleichzeitig Wundexsudat auf. So wird die Wunde kontinuierlich gespült und das autolytische Débridement unterstützt. Gleichzeitig werden Bakterienlast und Biofilm wirkstofffrei reduziert.

Dabei werden Fibrin und nekrotisches Gewebe entfernt und die Bildung von Granulationsgewebe stimuliert. Der Superabsorber-Kern von HydroClean® inaktiviert zudem Matrix-Metalloproteasen (MMP), die den Heilungsprozess beeinträchtigen können.

Auf diese Weise kann HydroClean® das Biomarkerprofil einer chronischen Wunde einem akuten Wundprofil annähern. Dieser Effekt konnte in einer Studie nachgewiesen werden.1

So wirkt der aktive Saug-Spül-Mechanismus von HydroClean®

1. Spülen und Débridement unterstützen
HydroClean® setzt Ringerlösung frei und fördert dadurch das autolytische Débridement der Wunde.

2. Beläge lösen und Exsudat aufnehmen
HydroClean® löst Fibrin sowie nekrotisches Gewebe und nimmt gleichzeitig keimbelastetes Wundexsudat auf.

3. Keime binden und Proteasen inaktivieren
Im Wundkissen werden Keime wirksam gebunden und Proteasen wie Matrix-Metalloproteasen (MMP) inaktiviert.

HydroClean Saug Spuel Visual PHI23 02 33

In aktueller Studie nachgewiesen

In einer multizentrischen, prospektiven Beobachtungsstudie wurde die gestörte Wundheilung venöser Beingeschwüre auf molekularer Ebene bei 57 Patientinnen und Patienten untersucht. Über einen Zeitraum von 12 Wochen erfolgte die Behandlung mit HydroClean® in Kombination mit einer Kompressionstherapie mit PütterPro 2. Als Vergleich dienten zehn Patientinnen und Patienten mit akuten Wunden an Entnahmestellen für Spalthauttransplantationen.

Zur Analyse wurde in beiden Gruppen Wundexsudat mithilfe einer sterilen Vliesstoffkompresse über einen Zeitraum von zwei Stunden aufgenommen. Die Probenentnahme erfolgte vor dem Débridement beziehungsweise der Wundreinigung und dem anschliessenden Anlegen von HydroClean®.

Aus den Proben wurden verschiedene, für die Wundheilung relevante Biomarker biochemisch extrahiert und analysiert. Dazu gehörten Interleukin-1β (IL-1β), Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-α), S100A8, S100A9, neutrophile Elastase (ELNE), Matrix-Metalloprotease-2 (MMP-2), Matrix-Metalloprotease-9 (MMP-9), Alpha-1-Typ-I-Kollagen (Coll (I) α1) und Fibronektin (FN).

Veränderungen bereits nach zwei Wochen

Im Verlauf des Beobachtungszeitraums verschob sich das Muster der relativen Biomarkerhäufigkeit in den chronischen Wunden in Richtung eines Profils, das dem einer akuten Wundheilung ähnelt. Besonders deutliche Veränderungen zeigten sich zwischen Studienbeginn und der zweiten Behandlungswoche.

Innerhalb der ersten 14 Tage mit HydroClean® sanken insbesondere die Konzentrationen von S100A8, S100A9, neutrophiler Elastase, MMP-2 und Fibronektin im Exsudat des Ulcus cruris venosum signifikant. Anschliessend blieben die Werte stabil, lagen jedoch weiterhin über denen der akuten Wunden.

Deutliche Reduktion der Wundfläche

Neben den Veränderungen des Biomarkerprofils zeigte sich im Studienverlauf auch eine deutliche Verkleinerung der Wundfläche:

  • 61,4 % der Patientinnen und Patienten erreichten eine Reduktion der Wundfläche von mehr als 40 %.
  • Bei 50,9 % verringerte sich die Wundfläche um mehr als 60 %.
  • Bei 17,5 % wurde innerhalb der 12-wöchigen Behandlung mit HydroClean® ein vollständiger Wundverschluss erreicht.

Veränderung des Biomarkerprofils

Die Grafiken veranschaulichen die Entwicklung des Biomarkerprofils der chronischen Wunde zu verschiedenen Zeitpunkten (dunkelblau). Als Vergleich dienen die Werte einer akuten Wunde nach sieben Tagen (hellblau).

  1. Zu Beginn der Beobachtung
  2. Nach zwei Wochen
  3. Nach zwölf Wochen

Die blau dargestellten Flächen zeigen jeweils die Mittelwerte der Gesamtpopulation.

Änderung des Biomarkerprofils

Hohe Akzeptanz bei Pflegefachpersonen und Patienten

HydroClean® überzeugt auch in der praktischen Anwendung: 8 von 10 befragten Anwendern würden das Produkt gerne häufiger einsetzen. Rund die Hälfte der über 600 Befragten gab zudem an, dass HydroClean® eine schmerzfreie Wundreinigung unterstützt und gegenüber anderen Behandlungsoptionen bevorzugt wird.2

Auch für Patienten gestaltet sich die Anwendung angenehm: HydroClean® lässt sich einfach anlegen und entfernen und passt sich gut an unterschiedliche Körper- und Wundkonturen an. In den meisten Fällen verläuft der Verbandwechsel schmerzfrei.

Flexibel in Anwendung und Fixierung

HydroClean® ist in verschiedenen Grössen, Formen und Ausführungen erhältlich und lässt sich so an unterschiedliche Wundsituationen anpassen.

Die Varianten mit Silikonstreifen auf der Wundseite stehen in sieben runden, ovalen und rechteckigen Formaten von Ø 4 cm bis 10 × 17 cm zur Verfügung. HydroClean® Cavity verfügt über zwei identische Seiten ohne Silikon und eignet sich zur sanften Abdeckung der Wundfläche sowie zum Eintamponieren tiefer Wunden. Für besonders kleine Wunden ist HydroClean® mini mit Ø 3 cm erhältlich.

Je nach Versorgungssituation lässt sich HydroClean® zudem mit verschiedenen Fixiermaterialien kombinieren.

Nichtklebende Fixierung

Nichtklebende Fixierung

Peha-haft® ermöglicht eine zuverlässige Fixierung von HydroClean®. Die atmungsaktive Fixierbinde haftet auf sich selbst, ohne mit der Haut zu verkleben.

Klebende Fixierung

Klebende Fixierung

Je nach Anwendungsbereich stehen verschiedene Möglichkeiten zur Fixierung von HydroClean® zur Verfügung:

  • Hydrofilm®: selbsthaftender, wasserdichter und transparenter Folienverband
  • Omnifix® Elastic: selbsthaftendes Fixiervlies
  • Omnifix® Silicone: sanft haftendes Fixiervlies mit Silikon

Quellenangaben

1 J. Mikosiński, et al. “Longitudinal evaluation of biomarkers in venous leg ulcer wound fluids” Acta Derm Venereol 2022; 102: adv008
2 HClean Konzeptstudie unter medizinischen Fachkräften von 2020, 610Teilnehmer (UK, DE, FR), HARTMANN, Daten liegen vor

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