Bleiben Sie auf dem Laufenden
Abonnieren Sie noch heute unseren Newsletter mit spannenden Beiträgen rund um unsere Produkte und Dienstleistungen.

Move on: Das ist Philipp Bosshards Motto. Er beherzigt es immer wieder: Als es galt nach dem Brandunfall 2014 zurück ins Leben zu finden, als es galt bei drei Langdistanz-Triathlons durchs Ziel zu kommen – und nun, wenn es darum geht, sich nach der Athletenkarriere neu auszurichten. Wie geht’s für ihn weiter? „Ich bin auf der Startline für neue Ziele.“
Das letzte Jahr war für Philipp Bosshard ebenso intensiv wie erlebnisreich: Zum dritten Mal stand er am Start eines Langdistanz-Triathlons. Wiederum war es die Challenge Roth, das weltgrösste Sportevent dieser Art, das weltweit über 370 Millionen Menschen erreicht.
„Roth ist jedes Mal einzigartig und die Organisatoren haben mich erneut sehr herzlich aufgenommen. Ich wurde viertbester Para-Athlet und bin dankbar, dass mein Körper die 226 Kilometer einmal mehr bestens mitgemacht hat. Aber ich habe mir danach auch gedacht: Aller guten Dinge sind drei.“ Zwar trainiert Philipp heute noch immer wie ein Triathlet, doch geht es dabei nicht primär um Wettkampfleistung.
2026 ist Philipp auf neuen Wegen unterwegs. Weniger Wettkampf, mehr Teamwork, Motivation und Kommunikation: „Bei meinen Aktivitäten fokussiere ich jetzt mehr auf das Miteinander und auf das, was einem der Sport für den Alltag und die mentale Balance geben kann. Sport ist ja viel mehr als nur Hochleistung.“
So war Philipp am Ochsner Sport Zürich Marathon als Pacemaker unterwegs. „Als Schrittmacher beim Halbmarathon half ich Läuferinnen und Läufern, erfolgreich durchs Ziel zu kommen, auch wenn die Beine zwischendurch vielleicht mal schwer wurden. Das war ein tolles Gemeinschaftserlebnis und die Dankbarkeit in den Augen der Teilnehmenden hat mich tief berührt.“

So wie Philipp seine Erfahrung als Spitzenathlet beim Ochsner Sport Zürich Marathon eingebracht hat, so will er auch seine Resilienz- und seine Körper-Erfahrung vermehrt in den Gesundheitsbetrieb einbringen.
„Meine Langzeit-Erfahrung hilft vor allem Physio- und Ergotherapeutinnen und -therapeuten, ihre Brand-Patienten vorausschauend zu behandeln. Immer wieder erhalte ich Anfragen, über Erfolge und Schwierigkeiten im Umgang mit meiner Narbenhaut Auskunft zu geben. Aber auch Resilienz ist ein Thema, auf das ich häufig angesprochen werde.“
Eines von Philipps Zielen ist es deshalb, den Erfahrungsaustausch mit Profis im Gesundheitsbetrieb in der Form eines regelmässigen Wissenstransfers zu gestalten. „Es geht mir darum, mit meinen Erfahrungen etwas zu Genesungsprozess und zur erfolgreichen Rückkehr ins Leben beizutragen.“
Philipps Jahresbeginn war voll auf seine Zukunft fokussiert, da ereignete sich die unvorstellbar schlimme Katastrophe von Crans-Montana. „Es war, wie wenn ich 12 Jahre zurückgeworfen würde. Bald schon richten sich die Blicke der Medien auf Menschen, die so etwas erlebt und überlebt hatten – also auch auf mich.“ Über Nacht erhielt Philipp eine Vielzahl von Medienanfragen. „Ich fühlte eine doppelte Verantwortung, zum einen mir und zum andern den Opfern gegenüber: Wie kann ich Hoffnung geben, ohne mich dabei zu verlieren? Wo kann ich Mut machen, ohne mich selbst zu überfordern?“
Einmal mehr stand Philipps Patienten-Vergangenheit in Zentrum – in einem Moment, in dem er voller Pläne in die Zukunft blickte.
„Wie kann ich zeigen, das ich dank des Sports ein erfülltes Leben gefunden habe – ohne dass meine Geschichte mich definiert?“ Diese Frage, die Philipp anlässlich seiner Medienauftritte beschäftigte, spielt auch bei seiner Zukunftsplanung eine wichtige Rolle.
Ich will meine Geschichte definieren, nicht sie mich. Das bleibt Teil meiner Botschaft, auch wenn ich künftig nicht mehr nur als Athlet und Wettkämpfer am Start stehe.
Philipp Bosshard