
Unsere Wundauflage Zetuvit® Plus
Die beliebte Superabsorber-Wundauflage Zetuvit® Plus ist jetzt in drei neuen anatomischen Formen erhältlich.

Ein Dekubitus entsteht, wenn Haut und Gewebe über längere Zeit Druck- oder Scherkräften ausgesetzt sind. Besonders gefährdet sind Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Eine wirksame Dekubitusprophylaxe setzt deshalb auf regelmässige Positionswechsel, Druckentlastung sowie die Förderung der Eigenbewegung.
Um eine Entlastung sicherzustellen, ist es zu empfehlen, die betroffene Person zu ermuntern, sich so viel wie möglich selbständig zu bewegen. Selbst kleine Bewegungen oder Gewichtsverlagerung entlasten schon etwas. Kann eine Person ihre Lage nicht mehr selbst verändern, unterstützen Pflegefachpersonen mit geeigneten Positionierungstechniken. Je nach Situation kommen unterschiedliche Formen der Makro- oder Mikropositionierung zum Einsatz.
In unseren Videos zeigen wir die wichtigsten Techniken Schritt für Schritt.
Die 30-Grad-Schrägpositionierung zählt zu den wichtigsten Massnahmen der Dekubitusprophylaxe. Sie ermöglicht eine wirksame und risikoarme Druckentlastung, da weder Kreuzbein noch Trochanter direkt belastet werden. Die Positionierung wird abwechselnd auf der rechten und linken Seite durchgeführt und kann in der Regel von einer einzelnen Pflegeperson vorgenommen werden.
Für die Durchführung werden neben einem Kopfkissen entweder zwei Universalkissen (ca. 45 × 80 cm) oder ein langes Stillkissen in Kombination mit einem Universalkissen verwendet.
Bei der 60-Grad-Schrägpositionierung wird die betroffene Person etwas weiter zur Seite gedreht als bei der 30-Grad-Variante. Sie basiert auf dem gleichen Prinzip der Druckentlastung und wird mit denselben Hilfsmitteln durchgeführt: entweder mit zwei Universalkissen oder mit einem langen Stillkissen und einem zusätzlichen Universalkissen.
Die klassische Rückenlage kann insbesondere im Bereich des Kreuzbeins und der Fersen zu erhöhtem Druck führen. Das Kissenbett kombiniert deshalb Weichlagerung und Freilagerung, um gefährdete Körperstellen gezielt zu entlasten.
Neben einem Kopfkissen werden fünf Universalkissen eingesetzt. Durch ihre spezielle Anordnung entstehen zwischen den Kissen tieferliegende Bereiche, wodurch Risikozonen wie Schulterblätter, Wirbelsäule, Kreuzbein, Steissbein und Fersen weitgehend druckfrei positioniert werden können.
Die 135-Grad-Positionierung kann eine Alternative zur Bauchlage darstellen, die von vielen älteren Menschen als unangenehm empfunden wird oder nicht geeignet ist. Durch die Verlagerung des Drucks auf Brustkorb, Schulter und Becken werden Rücken und Sakralbereich gezielt entlastet. Dies kann beispielsweise bei einem Dekubitus im Rückenbereich von Vorteil sein.
Für die Positionierung werden neben einem Kopfkissen entweder drei Universalkissen (ca. 45 × 80 cm) oder ein langes Stillkissen verwendet.
Die Mikropositionierung ermöglicht bereits mit kleinen Lageveränderungen eine gezielte Druckentlastung. Sie kann einfach mit Handtüchern durchgeführt werden. Die Grösse und Stärke des verwendeten Handtuchs richtet sich dabei nach dem gewünschten Anhebungseffekt.
Achten Sie darauf, dass keine Falten oder störenden Kanten entstehen, um zusätzlichen Druck auf die Haut zu vermeiden.
Die Fersen verfügen nur über eine geringe Polsterung durch Unterhautfettgewebe und sind deshalb besonders druckgefährdet. In vielen Situationen reicht eine reine Weichlagerung nicht aus, weshalb eine konsequente Freilagerung der Fersen empfehlenswert ist.
Diese kann beispielsweise mit einem Handtuch, einem Universalkissen oder speziellen Unterschenkelmanschetten umgesetzt werden. Dabei wird der Unterschenkel so positioniert, dass die Ferse frei schwebt und keinen Kontakt zur Unterlage hat. Zur sicheren Fixierung werden die Manschetten mit Klettverschlüssen befestigt.
Praxis-Tipp: Die Freilagerung ist optimal, wenn der Unterarm der Pflegeperson problemlos unter die Ferse geschoben werden kann.
Kreuzbein und Steissbein gehören zu den am stärksten dekubitusgefährdeten Körperbereichen. Daher kann neben einer allgemeinen Druckentlastung eine zusätzliche lokale Freipositionierung sinnvoll sein.
Hierfür eignen sich speziell geformte Gesässkissen, die so platziert werden, dass Kreuzbein und Steissbein frei liegen. Gleichzeitig sorgt die besondere Form des Kissens dafür, dass der Druck auf die umliegenden Haut- und Gewebebereiche gleichmässig verteilt wird.
Beim Transfer vom Bett in den Rollstuhl – und umgekehrt – sollte Druck möglichst reduziert werden. Eine schonende Bewegungstechnik hilft dabei, die Haut zu schützen und die Entstehung von Druckstellen zu vermeiden.

Die beliebte Superabsorber-Wundauflage Zetuvit® Plus ist jetzt in drei neuen anatomischen Formen erhältlich.

Seit vielen Jahren leisten die Wunddokumentationsbögen von HARTMANN wertvolle Dienste in der Pflege. Ab sofort sind sie in einer neuen, überarbeiteten Version erhältlich.

Seit 15 Jahren setzt Zetuvit® Plus Massstäbe in der Wundversorgung. Hochwertige Materialien und ein vierschichtiger Aufbau machen sie unverzichtbar in der Praxis.

Ohne Druckentlastung keine Heilung. Wie wichtig das Zusammenspiel von Druckentlastung und Wundbehandlung ist, zeigt ein Beispiel aus dem ZBI in Berlin