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«Move on» bedeutet für den Triathleten Philipp Bosshard, sich auch immer wieder neue Ziele zu setzen. Dieses Jahr ist es der grösste Langdistanz-Triathlon der Welt in Roth (D). Einen der sehr begehrten Startplätze hat er schon.
„Wenn alles gut läuft, stehe ich am 7. Juli um 6:30 Uhr in dеr Startzonе am Ufеr dеs Main-Donau-Kanals, zusammen mit Top-Athleten aus aller Welt.“ Philipp hat einen der sehr begehrten Startplätze für die DATEV Challenge Roth erhalten. Das ist alles andere als selbstverständlich! Denn die DATEV Challenge Roth ist der spektakulärste und grösse Triathlon-Wettkampf der Welt. „Ich freue mich riesig. Die Stimmung in Roth muss phänomenal sein“, schwärmt Philipp. Denn wenn die Triathlon-Stars nach Roth kommen, verwandelt sich das kleine mitteldeutsche Städtchen in eine brodelnde Wettkampfarena. „Besseres Publikum als in Roth gibt’s nicht. Kein Wunder werden in Roth immer wieder Weltrekorde realisiert.“

2024 ist für Philipp ein intensives Jahr - nicht nur, weil es mit der Teilnahme an der Challenge Roth geklappt hat, sondern auch, weil sich sein Unfall-Tag zum zehnten Mal jährt. „Ja, das liegt jetzt weit zurück. Es ist ein anderes Leben, in dem ich jetzt unterwegs bin. Und das beschäftigt mich, ob ich will oder nicht.“ Philipps Körper ist zwar leistungsfähiger denn je, aber die Herausforderungen sind geblieben. „Ich habe meine Performance super steigern können, doch mein Handicap Nummer 1 ist und bleibt die Narbenhaut.“
Zu Philipps täglicher Trainingsarbeit gehört deshalb auch der Umgang mit den unfallbedingten Einschränkungen: „Wenn ich am 7. Juli bei der Challenge Roth bestehen will, muss die Kühlung klappen. Das ist für mich wettkampfentscheidend.“
Philipp hat das Cooling-Problem zusammen mit Coach Semira Bontognali systematisch angepackt. „Im Februar verbrachten wir zusammen mit anderen Triathleten zwei Wochen auf Gran Canaria. Das Trainingslager diente auch dazu, verschiedene Kühltechniken auszuprobieren. Was bringt’s, wenn ich mich beim Laufen konstant mit Wasser kühlen könnte, haben wir uns gefragt.“ Während Philipp sein Lauftraining absolvierte, fuhr Semira mit dem Bike neben ihm her und reichte ihm regelmässig Bidons mit eisgekühltem Wasser. Der Effekt war deutlich spürbar: “Es war eine neue Erfahrung. Ich konnte mich steigern, ohne Angst zu haben zu kollabieren.“ Dies soll auch bei der DATEV Challenge Roth möglich sein. Deshalb sind für Philipp auf den 226 Triathlon-Kilometern zusätzliche Kühlstationen geplant: „Wir sind am Sondieren, wie weit uns der Veranstalter unterstützt. Doch wir sind zuversichtlich.“

Sieht aus wie Ferien, ist aber Arbeit: Coach Semira Bontognali und Philipp auf der Sonneninsel.

Trainingslager auf Gran Canaria: Genau die richtigen Strassen, um Tempo zu machen.
Das einzigartige Publikum im Roth hat schon zahlreiche Athleten zu Bestleistungen angespornt. Auf dieses Publikum freut sich Philipp besonders. „Auf den 226 Triathlon-Kilometern geht einem viel durch den Kopf - Flashbacks inklusive. Man ist mit sich allein und das Brain entwickelt eine Eigendynamik. Da werden sicher auch viele Eindrücke der letzten zehn Jahre hochkommen. Deshalb ist das Publikum für mich so wichtig: Es wird mich durch seine Power immer wieder in die Gegenwart zurückholen."
Nach diesem Motto bauen Philipp und sein Coach Semira die kommende Wettkampfsaison auf. Noch findet die Trainingsarbeit auf dem Laufband und auf der Bike-Rolle statt. Aber das Feeling von Roth ist schon da: „Der Veranstalter der DATEV Challenge Roth bezeichnet sich gerne als Triathlon-Traumfabrik. Mit der Teilnahme geht auch für mich ein Traum in Erfüllung.“
Erfahre mehr zu Philipp und seiner DATEV Challenge Roth: