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Eine Erste-Hilfe-Gemeinschaft kann wirtschaftlich effizient, organisatorisch einfach, personell übersichtlich und qualitativ hochstehend sein – und so deutlich mehr bewirken als mehrere Erste-Hilfe-Konzepte von Kleinstunternehmen.
Die Schweiz ist das Land der KMU. Sie stellen mehr als 99 Prozent der Unternehmen und zwei Drittel der Arbeitsplätze. Viele dieser Unternehmen sind sogar sehr klein und haben zwischen einem und zehn Mitarbeitenden.
Auch diese Kleinstunternehmen sind , die Erstversorgung durch Erste-Hilfe-Dienstleistungen im Betrieb während den ordentlichen Arbeitszeiten sicherzustellen – sowohl für die internen Mitarbeitenden als auch für externe Mitarbeitende, Kunden oder Besucher.
Das kann in der Praxis durchaus aufwändig sein. Es gilt, eine Risikoanalyse und allenfalls ein Erste-Hilfe-Konzept zu erstellen, Erste-Hilfe-Material und eventuell einen Defibrillator (AED) anzuschaffen und Betriebssanitäter ausbilden zu lassen.
Häufig ist ein solches Unternehmen in einem Werkhof oder Bürokomplex angesiedelt, wo viele andere Kleinstunternehmen untergebracht sind. Anstatt die Erste Hilfe jedem einzelnen Betrieb zu überlassen, kann sich eine Erste-Hilfe-Gemeinschaft empfehlen. So können Einrichtungen, Sanitätszimmer, Erste-Hilfe-Material, Ausbildungen, Schichtbetriebe, Ferienvertretungen und weitere Details übergreifend und effizient geplant werden.
Schliessen sich mehrere Unternehmen zu einer solchen Gemeinschaft zusammen, steht am Anfang aller Bemühungen das Erste-Hilfe-Konzept. Darin gilt es mindestens festzuhalten:
Die gemeinsamen Aufgaben, Pflichten und Kompetenzen werden schriftlich festgehalten. So lassen sich verschiedenste Vorteile erzielen:
Die auf verschiedenen Stufen wird koordiniert geplant, genauso wird eine gemeinsame Planung der Ferien oder Schichtarbeiten der verfügbaren Betriebssanitäter erstellt – so sind genügend Betriebssanitäter mit passendem Wissen vor Ort, und zwar jederzeit.
Am Anfang steht die Initiative, eine solche Gemeinschaft zu realisieren. Sie kommt meistens von einem Betrieb, der auf die Nachbarbetriebe zugeht. Reden Sie mit Ihren Nachbarbetrieben über das Thema und ziehen Sie allenfalls einen externen Berater hinzu, der mit Ihnen und Ihren Nachbarn ein Konzept erstellt und die richtigen Massnahmen definiert.

Die Betriebsapotheke muss im Notfall vollständig ausgerüstet sein. Deshalb muss regelmässig kontrolliert werden, ob alle Erste-Hilfe-Produkte vorhanden sind. Ausserdem hat das Material eine beschränkte Haltbarkeit und muss nach einer gewissen Zeit ausgetauscht werden.

Bei medizinischen Notfällen muss der Arbeitgeber schnell und qualifiziert Hilfe leisten können. Das nötige Know-how und eine gut ausgerüstete Betriebsapotheke sind dabei entscheidend.


Grosse offene Wunden können schon innert kürzester Zeit zum Tod durch Verbluten führen. Eine Versorgung von Verletzten, die einfach und von jedem anwendbar ist, kann in entscheidenden Minuten Leben retten.